Dienstag, 17. Mai 2011

Snapes Flaschenrätsel

Wer wollte nicht schon einmal Snapes legendäres Flaschenrätsel aus "Harry Potter und der Stein der Weisen" lösen? Viel Spaß beim Rätseln!


Und, habt ihr es rausgefunden? Klickt auf "Weiterlesen" für die richtige Lösung und mehr Informationen zur Entstehungsgeschichte meiner Version des Flaschenrätsels.

Ihr habt das Rätsel also gelöst? Dann könnt ihr euch hier die richtige Flasche ansehen. Habt ihr die richtige Wahl getroffen?

Viele werden sich schon bei der Lektüre von Band 1 gefragt haben, ob man das Flaschenrätsel wirklich lösen kann. Der Leser wird dabei aber vor einige Probleme gestellt: Die Flaschen haben verschiedene Größen und sind in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet. Aus dem Text des Buches lässt sich aber kaum erschließen, wie groß die Flaschen sind und wo sie stehen. In einem Essay im HP Lexicon hat sich ein Fan die Mühe gemacht, die Angaben aus dem Text auseinanderzunehmen, und ist dabei zu folgendem Aufbau der Flaschen gekommen:
1: Gift
2: Wein (möglicherweise die größte Flasche)
3: Vorwärts-Trank (kleinste Flasche) oder Gift
4:
Vorwärts-Trank (kleinste Flasche) oder Gift
5: Gift
6:
Wein (möglicherweise die größte Flasche)
7: Zurück-Trank
Dieses Ergebnis ist erstaunlich konkret, lässt aber immer noch ein wenig Spielraum. Ich musste mich also für eine der vier verbliebenen Aufbau-Möglichkeiten entscheiden.
Meiner Überlegung zufolge würde der "Vorwärts-Trank" nicht genau in der Mitte stehen. Außerdem schien es mir unwahrscheinlich, dass die kleinste Flasche direkt neben der größten angeordnet wäre - Snape (bzw. J.K. Rowling) hätte die Flaschen sicher etwas besser verteilt. Das sind zwar beides nur Spekulationen meinerseits, aber so konnte ich mich auf die im Bild dargestellte Anordnung der Flaschen festlegen.

Jetzt stand mir nur noch eine Sache im Weg: Die deutsche Übersetzung. Klaus Fritz hat zwar in meinen Augen sehr gute Arbeit dabei geleistet, die Bücher ins Deutsche zu übertragen, das Flaschenrätsel gehört aber definitiv nicht zu seinen Glanzleistungen. Ich nehme ihm dabei gar nicht mal übel, dass Satzbau, Reim und Metrum teilweise auf der Strecke bleiben; das Rätselgedicht ist auch in Rowlings Originalfassung nicht gerade auf Shakespeare-Niveau. Klaus Fritz hat beim zweiten Hinweis aber einen inhaltlichen Fehler eingebaut und damit das Rätsel unlösbar gemacht.
In neueren Auflagen wurden der zweite und (merkwürdigerweise) auch der vierte Hinweis neu übersetzt. Durch diese Verschlimmbesserungen ist das Gedicht jetzt zwar inhaltlich richtig, lyrisch aber noch um einiges schlimmer als vorher. (Lieber Carlsen-Verlag, "haben" reimt sich nicht auf "haben". Wirklich nicht.)
Also entschied ich mich, das Gedicht neu zu übersetzen. Meine Version ist sicherlich nach wie vor kein lyrisches Meisterwerk (gerade der vierte Hinweis weigert sich standhaft, gut zu klingen), aber ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

Über Kommentare, Korrekturen und Verbesserungsvorschläge würde ich mich sehr freuen!

Quellen und weiterführende Links:

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